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Erdkollektoranlagen unterliegen in Deutschland der Anwendung handelsüblicher Materialien der Haus- und Versorgungstechnik und sind für diese Zwecke entfremdet worden. Damit soll nicht die Eignung generell in Frage gestellt werden. Jedoch mangelt es am Nachweis der geforderten Wärmeentzugsleistung.
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Die bislang noch eingesetzte klassische Form des Kollektors greift auf die Verlegung von Polyethylenrohrleitungen in Rohrabständen von 30 bis 50 cm zurück. Dadurch ist eine sehr großflächige Erdbewegung erforderlich und eine entsprechend große Fläche vorzuhalten.
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Die Rohrabstände der klassischen Verlegung lassen sich nicht näher zueinander bringen, weil die Eigenspannung der Rohre dafür zu groß ist. Ein weiterer Nachteil einer solchen Verlegung mit Verwendung des handelsüblichen Rohres ist die Wandstärke des Rohres, welche die Wärmeaufnahme beeinträchtigt.
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Nicht unerwähnt bleibt die kreative Lösung mittels Spiralen und soganannten Körben aus gewickeltem Polyethylenrohr. Der Einsatz handelsüblicher Rohrsysteme führt hier jedoch zu einem geringeren Platzbedarf.
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Der Wärmepumpenhersteller IVT in Schweden hat einen Flachkollektor erforschen, entwickeln und zertifizieren lassen und fertigt diesen industriell. Hier sind eben diese vorgenannten Probleme (Verwendung handelsüblicher Materialien und hoher Platzbedarf) Maßstab für die Fertigung gewesen. Auf kleinsten Flächen erfolgt der Wärmeentzug.
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Der IVT-Kompaktkollektor ist aus Elementen gefertigt, die jeweils aus 40 m Polyethylenrohr mit 40 mm Durchmesser bestehen. Die Rohrwandung beträgt 2,6 mm. Die Rohre können mit einem Nenndruck von 6 bar belastet werden (Betriebsdruck in der Regel 1,5 bar). Die Beanspruchte Fläche eines jeden Elementes beträgt 2x1,8 m. Ein Element beinhaltet eine Wärmeentzugsleistung von 250 bis 280 Watt je nach Bodenbeschaffenheit und Wärmeleitfähigkeit.
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Die Kollektorelemente werden miteinander durch Elek- tro-Schweissforteile verbunden. Bis zu 14 Elemente bilden einen Kreis. Darüber hinausgehende Wärmeentzugsleistungen müssen über einen Solekreisverteiler oder nach dem Tichelmann-System verbunden werden.
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Der Einbau erfolgt in 1,50 m Tiefe und in der Regel horizontal. Bei standfestem Boden ist in Ausnahmefällen auch der vertikale Einbau möglich.
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Kollektoranlagen beeinträchtigen nicht die Vegetation. Bei der Berechnung sollten wasserführende Bodenverhältnisse keine Berücksichtigung finden (wer kann voraussagen ob diese langfristig auch noch vorhanden sind?). Es wird so ausgelegt, dass die ungünstigsten Verhältnisse zugrunde gelegt werden.
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